Graz · Ratgeber

Graz zu Fuß: über 1200 Orte auf einer Karte

Die meisten Stadtkarten für Reisende zeigen zwanzig Sehenswürdigkeiten und eine Handvoll Restaurants. Das ist eine Auswahl, und eine Auswahl beantwortet nur die Frage, die sich der Autor gestellt hat.

1,064 Wörterrund 6 Min. Lesezeit8 Abschnitte

Die Häuser auf der Karte

Filter
Einstellungen

Gilt für beides — den Umkreis am gewählten Haus und das, was die Filter unter „in der Nähe“ verstehen.

Ich zahle ungernIch gehe ungern

Orte

Nur die Darstellung — Symbole nennen die Art des Ortes. Auswahl und Zählung bleiben gleich.

Erklärungen

Ein „?" bei jeder gerechneten Zahl — beim Anklicken steht dort, wie sie entsteht.

HotelsRing = Budget · Fläche = Design · Größe = Gesamtwertung. Ein Haus kann beides sein: lime Ring um blaue Fläche.

Interaktive Karte

Erst beim Klick wird die Karte von Mapbox geladen. Dabei wird Ihre IP-Adresse an Mapbox (USA) übertragen und eine Kennung in Ihrem Browser gespeichert.

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Was diese Zahlen nicht wissen: Erfahrung Niemand aus diesem Projekt hat in diesen Häusern übernachtet. Ruhe Geschätzt aus der Lage, nicht gemessen. Gehzeit Luftlinie × 1,3 ÷ 4,5 km/h — nicht geroutet. Koordinaten Geokodiert auf die Hausadresse. Datenbasis OpenStreetMap ist unvollständig.

Wie diese Zahlen entstehen →

Direktvergleich

Bis zu drei Häuser — gleiche Skala, gleiche Grundlinie

Alle Häuser des Führers, dazu jeder erfasste Ort im eingestellten Gehradius. Der Regler oben ändert beides zugleich: den gezeichneten Umkreis und das, was die Filter unter „in der Nähe" verstehen. Der Regler stellt die Gehzeit ein, die Chips filtern nach dem, was im Umkreis liegt; ein Klick auf ein Haus zeigt seine Umgebung. Kreis = Luftlinie × 1,3, keine geroutete Isochrone.

Unsere Karte macht etwas anderes: Sie zeigt 1,249 Orte aus OpenStreetMap für das Grazer Stadtgebiet und lässt den Leser den Radius bestimmen. Nicht „was ist sehenswert“, sondern „was liegt in zwölf Gehminuten um dieses Haus“.

Was auf der Karte steht

KategorieAnzahl
Restaurants294
Cafés197
Parks und Grünflächen156
Pubs und Bars118
Supermärkte84
Sehenswürdigkeiten, Museen, Galerien66
Straßenbahnhaltestellen61

Bei 598 dieser Orte sind Öffnungszeiten hinterlegt, bei 642 eine Adresse, bei 295 eine Küchenangabe und bei 212 ein Außenbereich. Beim Überfahren eines Punktes wird angezeigt, was tatsächlich in den Daten steht — und nur das. Fehlt eine Angabe in OpenStreetMap, bleibt die Zeile leer, statt dass wir etwas erfinden.

Wie der Gehradius funktioniert

Ein Klick auf ein Haus zeichnet einen Kreis. Der Regler stellt die Gehzeit von drei bis zwanzig Minuten ein; darunter werden Zwischenringe im Fünf-Minuten-Raster gezeichnet, damit man sieht, wo innerhalb des großen Kreises die fünf und die zehn liegen.

Alles im Kreis wird nach Kategorie gezählt. Das ist der eigentliche Nutzen: Man vergleicht nicht Hotelbeschreibungen, sondern Umgebungen. Und die Unterschiede sind größer als erwartet — zwischen zwei Häusern im selben Bezirk liegen manchmal zweihundert Lokale.

Wichtig: Die Gehzeit ist eine Schätzung — Luftlinie mal 1,3, geteilt durch 4,5 km/h, nicht geroutet. Das Modell kennt keine Brücken (relevant an der Mur), keine Höhenmeter (relevant am Schlossberg) und keine Ampeln. Rechnen Sie mit ±2 bis 3 Minuten, am Berg mit deutlich mehr.

Die Orte, die auf keiner Postkarte stehen

Wer „Graz Geheimtipps“ sucht, bekommt meist dieselben fünf Vorschläge. Diese hier stehen in unseren Daten, sind belegbar vorhanden und trotzdem kaum je auf einer Liste:

In der Altstadt, wo alle vorbeigehen:

  • Doppelwendeltreppe in der Burg — zwei ineinander verschraubte Steintreppen, die sich auf jedem Absatz treffen und wieder trennen. Frei zugänglich, in einem Innenhof, ohne Schild davor.
  • esc medien kunst labor (Bürgergasse 5) und Galerie Eugen Lendl (Bürgergasse 4) — zwei Türen nebeneinander in einer Gasse, die die meisten wegen des Doms betreten.
  • Werkstadt Graz (Sporgasse 16) — mitten in der meistfotografierten Gasse der Stadt.

Museen für ein bestimmtes Interesse:

  • Museum der Wahrnehmung (Friedrichgasse 41) — Wahrnehmungspsychologie zum Ausprobieren.
  • Schell Collection (Wiener Straße 10) — Schlösser und Schlüssel, im Bezirk Lend.
  • Hans Gross Kriminalmuseum (Heinrichstraße 18) — kriminologische Sammlung der Universität, in Geidorf.
  • ToyToyToy Spielzeugmuseum (Hartiggasse 4).
  • Montan- und Werksbahnmuseum am nördlichen Schlossbergfuß.

Zeitgenössische Kunst abseits des Kunsthauses:

  • rotor (Volksgartenstraße 6a) und Querort (Quergasse 3a) in Lend.
  • Grazer Kunstverein (Burggasse 4) und Halle für Kunst Steiermark (Burgring 2) am Stadtparkrand.
  • off_gallery (Griesgasse 31) und raum (Griesgasse 26) in Gries.

Grün, das nicht Stadtpark heißt:

  • Leechpark und Meranpark in Geidorf, dazu der Botanische Garten der Universität.
  • Rösselmühlpark und Oeverseepark in Gries — die grünen Flecken im dichtesten Wohngebiet.
  • Metahofpark in Lend, Augarten an der Mur im Süden.

Von 156 erfassten Grünflächen sind die meisten klein und keine Sehenswürdigkeit. Aber wenn man sie in den Gehradius um sein Hotel legt, sind sie genau das, was einen Aufenthalt angenehm macht.

Was die Karte nicht weiß

Wir schreiben das auf jeder Ansicht dazu, und hier noch einmal ausführlich:

  • „Ruhig“ ist geschätzt, nicht gemessen. Für Graz gibt es keine frei nutzbaren Lärmdaten. Wir schätzen aus dem Abstand zur nächsten Hauptstraße und der Lokaldichte im Umkreis. Das Wort „geschätzt“ steht in der Oberfläche immer dabei.
  • Gehzeiten sind Luftlinie, keine Route.
  • Ein Teil der Hotelkoordinaten ist eine Straßenschätzung, nicht geokodiert.
  • Preise sind recherchierte Richtwerte, keine Live-Raten.
  • OpenStreetMap ist unvollständig. Fehlt ein Lokal dort, fehlt es auch bei uns. Der Datensatz ist gut genug für eine Dichteaussage und zu ungenau für eine Bestenliste.
  • Die Karte kennt keine Saison. Christkindlmärkte, Sommerbühnen und Pop-ups stehen nicht darin.

Ortsdaten © OpenStreetMap-Mitwirkende

Die Daten stammen aus OpenStreetMap und stehen unter der Open Database License (ODbL). Sie wurden einmalig per Overpass abgerufen und werden als statische Datei ausgeliefert — die Karte fragt zur Laufzeit nichts bei Dritten an. Die Namensnennung steht in der Fußzeile jeder Kartenansicht und bleibt dort.

Warum die Daten einmalig abgerufen werden

Ein naheliegender Einwand: Warum nicht live abfragen, dann wären die Daten immer aktuell? Drei Gründe, und alle drei sind Entscheidungen, keine Bequemlichkeiten.

Erstens die Nutzungsbedingungen. Die öffentlichen Overpass-Instanzen sind für Abfragen gedacht, nicht als Backend fremder Websites. Ein Aufruf pro Seitenaufruf wäre ein Missbrauch der Infrastruktur.

Zweitens die Ladezeit. Ein statischer Auszug wird mit der Seite ausgeliefert; eine Live-Abfrage würde jede Seite auf die Antwortzeit eines fremden Servers ausbremsen.

Drittens der Datenschutz. Der Kartenaufbau vor der Zustimmung zum Kartendienst stellt keine einzige Anfrage an Dritte. Diese Eigenschaft wäre mit einem Live-Abruf sofort verloren. Wer nicht zustimmt, bekommt trotzdem eine vollständige Umgebungsdarstellung — nur ohne Kachelbild.

Der Preis dafür: Der Datenstand friert zum Zeitpunkt des Abrufs ein. Wir halten das für den besseren Handel, weil die Karte eine Dichteaussage trifft und keine tagesaktuelle Auskunft — ein Lokal mehr oder weniger ändert an einem Radius mit hundert Einträgen nichts.

Wie man sie benutzt

Am sinnvollsten nicht als Sightseeing-Liste, sondern als Entscheidungshilfe vor der Buchung: Haus auswählen, Regler auf die Gehzeit stellen, die man sich abends zumuten will, und nachsehen, was übrig bleibt. Die Ergebnisse sind auf den Stadtteilseiten Lend & Gries, Innere Stadt und Jakomini & Geidorf vorgefiltert; der Gesamtvergleich steht unter Wo in Graz übernachten.

Für den klassischen Weg durch die Stadt gibt es weiterhin den Rundgang: Die Grazer Altstadt zu Fuß und den Schlossberg-Vergleich. Und für alles, was mit Essen zu tun hat, die Aufschlüsselung nach Bezirken unter Essen in Graz.

Häufige Fragen

Woher stammen die Daten auf der Karte?

Aus OpenStreetMap, abgerufen als einmaliger Auszug und als statische Datei ausgeliefert. Die Ortsdaten stehen unter der ODbL, © OpenStreetMap-Mitwirkende. Zur Laufzeit stellt die Karte keine Anfrage an Overpass — das wäre gegen die Nutzungsbedingungen der öffentlichen Instanz und würde jede Seite langsamer machen.

Was zeigt der Gehradius auf der Karte?

Einen Kreis um das gewählte Haus, dessen Größe der eingestellten Gehzeit von drei bis zwanzig Minuten entspricht, mit Zwischenringen im Fünf-Minuten-Raster. Innerhalb des Kreises werden alle erfassten Orte nach Kategorie gezählt.

Sind die Gehzeiten auf der Karte genau?

Nein, es sind Schätzungen: Luftlinie mal 1,3, geteilt durch 4,5 km/h. Das Modell kennt weder Brücken noch Höhenmeter noch Ampeln. Am Schlossberg liegt es systematisch daneben, weil dort die gerade Linie am wenigsten wert ist.

Was ist ein echter Geheimtipp in Graz?

Die Doppelwendeltreppe in der Burg — zwei ineinander verschraubte Steintreppen, frei zugänglich, ohne Hinweisschild davor. Dazu die kleineren Häuser: Museum der Wahrnehmung, Schell Collection, Hans Gross Kriminalmuseum, esc medien kunst labor. Alle stehen in unseren Daten, keines steht auf der Postkarte.